Von den 35 Laeufer_innen beim gestrigen 10km City-Nightlauf, welche als Verein Bezug auf ihren Arbeitgeber ‘Polizei’ nahmen, lagen im Ziel 27 mehr oder weniger deutlich hinter mir.
Die Wahrscheinlickeit, auf einen schnelleren Bullen zu treffen, betraegt also fuer mich hoechstens 22%.
Finde ich nicht besonders viel und sollte mir die begruendete Hoffnung geben, dass, wenn auf den Einsatz unsportlicher Hilfsmittel wie verfolgenden PKW’s, Waermebildkameras, finalen Fangschuessen und nachfolgenden Ermittlungen verzichtet werden wuerde, ich eigentlich immer wegkommen sollte.
Es ist ja nicht so, dass in entsprechenden Situationen unbedingt und zwangslaeufig der Kontakt mit schnelleren Polizisten gesucht werden muss und ausserdem sind ja auch noch andere da (hoffentlich), die gefangen werden sollen. Das verschiebt das Verhaeltnis weiter zu meinen Gunsten.
Wer Spass an arithmetischen Knobeleien hat, kann doch gern mal ausrechnen, wie hoch die Wahrscheinlichkeit bei beispielsweise einer durchschnittlich besuchten Demonstration waere.
Allerdings scheint der Polizeisport nicht gaenzlich sinnlos zu sein, das Verhaeltnis 1:3,38 von schneller und langsamer im Vergleich zu mir bei Exekutivbediensteten steht gegen 1:6,25 im Gesamtfeld.
Der schnellste Bulle ist uebrigens ein Herr in der stattlichen Alterklasse M45, was ausserdem beweist, das frueher die Zeiten haerter und der Leistungsfaehigkeit der Staatsmacht diesen angepasst war. Heute reicht es scheinbar, mit wackligen Zeiten und oder gaenzlich untrainiert ein paar Kinderautonome vom Platz zu jagen.
