Walter Janka wird 1914 als Arbeiterkind geboren und tritt fruehzeitig in den Kommunistischen Jugendverband ein, ab ca. 1930 hat er leitende Positionen im KJVD inne. 1933 foltern und erschlagen die Nazis seinen Bruder Albert Janka und haengen den Leichnam bei einem Saufgelage im Volkshaus Reichenbach an den Kronenleuchter auf. Walter Janka wird verhaftet und bis 1935 inhaftiert. Anschliessend wird er als Staatenloser in die Tschechoslowakei abgeschoben.
Als er sich 1936 zu den Internationalen Brigaden meldet, welche der spanischen Republik im Krieg gegen die Faschisten zur Hilfe eilen, lehnt ihn die KPD aufgrund seines Alters ab.
Er geht als Tscheche unter einem Tarnnamen nach Spanien und meldet sich dort bei der 27. Spanischen Division. Dort wird er mit 23 Jahren der juengste Batallionskommandeur, wird mehrfach verwundet und nimmt an allen grossen Schlachten des Spanischen Buergerkriegs teil.
Erich Mielke, welcher die stalinistischen Saeuberungen innerhalb der Interbrigadisten leitet, will Walter Janka verhaften lassen, weil dieser keinen Parteiauftrag fuer sein antifaschistisches Engagement hat.
Walter Janka laesst ihn kopfschuettelnd stehen.
Nach ihrer Niederlage fliehen viele Interbrigadisten nach Mexiko, eines der wenigen Laender, welches die spanische Republik vorbehaltlos unterstuetzt hat. Unter ihnen sind auch Walter Janka und seine Lebensgefaehrtin Charlotte Scholz. Im Gegensatz zu den Moskauer Parteisoldaten der Gruppe Ulbricht setzen die Mexiko-Emigranten auf eine Sammlung aller demokratischen Kraefte. Dieser Konflikt wird Walter Janka nach seiner Rueckkehr nach Deutschland 1951 zum Verhaengnis. 1956 laesst ihn die Fuehrung der DDR verhaften und wegen konterrevolutionaerer Verschwoerung zu 5 Jahren Einzelhaft verurteilen und nach Bautzen bringen, also in das Zuchthaus, in welchem Walter Janka bereits von den Nazis inhaftiert wurde.
1960 wird er aufgrund der massiven Intervention ehemaliger Spanienkaempfer und Antifaschisten vorzeitig aus der Haft entlassen und bis 1972 schrittweise rehabiliert. Walter Janka starb 1994 und ist auf dem Waldfriedhof seines ehemaligen Wohnortes Kleinmachnow begraben.
Mehr dazu:
http://golm.rz.uni-potsdam.de/Mexiko/Jacob/janka_start.htm

Beim grossartigen Geburtstagsgrillen gestern unterhielt ich mich einige Zeit mit der Enkelin von Walter Janka und konnte mit dem Namen nur rudimentaer etwas anfangen, was sicher nicht nur an den Mojitos (ja, schon wieder) lag. Das sei hiermit nachgeholt.
ein anderer mexiko-(r)emigrant ist paul merker, der aufgrund seines einsatzes für zahlungen an jüdische ns-opfer von der sed verfolgt und verurteilt wurde (“zionistischer agent” usw):
http://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Merker
http://www.knutmellenthin.de/artikel/archiv/geschichte/paul-merker-und-die-juden-361992.html
na guck mal, hast du sogar noch was gelernt an dem abend ;)
ja. ich soll cider nicht mit mojito mixen.
Ich sag nur Chakalo!
chakalo!
(hmm. soll ichs glauben?)