Wie im Nachbarblog berichtet, wird Deutschland morgen die Welt retten.
Eine gewisse Skepsis ist ja da immer angebracht, wissen wir doch, wie Deutschlands Weltrettungsversuche ueblicherweise ablaufen. Um 20.00 Uhr wird das Licht fuer 5 Minuten ausgeschaltet um geschlossen der Klimakatastrophe zu begegnen. Einigkeit wie einst beim Aufmarsch Barbarossa, dem Wunder von Bern, in Rostock-Lichtenhagen, der ethnisch sauberen Fanmeile oder der Kirmes in Muegeln. Der Feind des Volkskoerpers heisst diesmal CO2 und kommt wie so oft von jenseits des grossen Teiches. Ab 20.00 Uhr wird zurueckgeschossen!
Bei naeherem Hinsehen rettet Deutschland die Welt allerdings nicht durch das Ausschalten und die beispielhafte Verdunkelung von Frauenkirche und Brandenburger Tor, sondern die gebuendelte Wiederinbetriebnahme des Lichtes um 20.05 Uhr und das nachfolgende ueberlastungsbedingte Zusammenbrechen des deutschen Stromnetzes, der deutschen Wirtschaft und schliesslich Deutschlands als solches – naemlich vor sich selbst. In diesem Sinne : Anschalten um 20.05 Uhr. Auf dass es Deutschlands Ende werde!
Das ist uebrigens ein Artikel, den ich dem gelaeuterten Deutschland in Erscheinung der Hoererschaeft von motor-fm gewidmet habe Hier, im Olifani-Empire, der Homezone of Antideutschland, muss ich diese Basisbanalitaeten niemanden naeherbringen, im Gegenteil – Ich lerne gern von Dir, geschaetzte/r LeserIn.
ey, wenn ich wegen euch morgen um 20.17h meinen rechner nich anschalten kann, dann gibts aber auf die grüne fresse…
gruen vorher oder nachher?
„…ich schon die Blockade von Bild-Auslieferungs-Lkw 1968 als klimaverbessernde Maßnahme verstanden habe.”
Darum schaltet also Lutz Dursthoff, Cheflektor Verlag Kiepenheuer & Witsch, das Licht aus. Bin ich nun zu betrunken oder versteh ich den Witz einfach nicht?
und wie ist das mit dem anzuenden von bildzeitungsautos? auch mittelfristig klimaverbessernd?
Öh… wäre es nicht doch lustiger mitzumachen: http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,521721,00.html